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294+ Pläne · sofort verfügbar · kommerzielle Lizenz

Ein Schwarzplan ist eine maßstäbliche Karte, die ausschließlich die bebaute Masse einer Stadt als schwarze Flächen auf weißem Grund zeigt. Straßen, Vegetation, Dachformen und Beschriftungen fallen weg. Übrig bleibt das Verhältnis von gebautem und offenem Raum — im Englischen figure-ground plan, weil genau diese Trennung von Figur und Grund den Plan ausmacht.

Beispiel: Auf dem Schwarzplan von Paris erkennt man die geschlossene Blockrandbebauung der Haussmann-Zeit als dichtes schwarzes Gewebe, durchschnitten von den weißen Achsen der Boulevards. Derselbe Ausschnitt in Los Angeles zeigt lose gestreute Einzelbaukörper. Beide Bilder entstehen aus derselben Information — nur Gebäude, sonst nichts.

Woher der Schwarzplan kommt

Die Darstellungsform geht auf die Nuova Pianta di Roma von Giambattista Nolli aus dem Jahr 1748 zurück. Nolli trug die Baumasse Roms geschlossen schwarz ein, ließ öffentlich zugängliche Innenräume wie Kirchen aber weiß — der Plan unterscheidet damit nicht Gebäude von Freiraum, sondern privat von öffentlich. Der Begriff figure-ground stammt aus der Gestaltpsychologie und geht auf Edgar Rubin (1915) zurück. In die Architekturtheorie kam die Methode als Analysewerkzeug unter anderem über Colin Rowe und Fred Koetter, Collage City (1978).

Schwarzplan, Lageplan, Grundriss: der Unterschied

Plantyp Zeigt Typischer Maßstab Wofür
Schwarzplan nur Gebäudeflächen, schwarz auf weiß 1:5 000 bis 1:100 000 Stadtstruktur analysieren, Entwurf einordnen, Darstellung
Lageplan Gebäude, Grundstücksgrenzen, Straßen, Vegetation 1:200 bis 1:2 500 Verortung eines Bauvorhabens, Bauantrag
Grundriss waagerechter Schnitt durch ein Gebäude 1:50 bis 1:200 Innere Aufteilung, Ausführungsplanung

Kurz: Der Schwarzplan zeigt die Stadt, der Lageplan das Grundstück, der Grundriss das Gebäude. Ausführlich zum zweiten Begriff: Was ist ein Lageplan?

Woran man einen brauchbaren Schwarzplan erkennt

Ein Bild von Gebäuden in Schwarz ist noch kein verwendbarer Plan. Drei Eigenschaften entscheiden, ob man damit arbeiten kann:

  1. Geschlossene Polygone statt Pixel. Gebäude müssen als Vektorflächen vorliegen, sonst lassen sie sich weder einfärben noch messen noch skalieren.
  2. Getrennte Ebenen. Gebäude, Wasser, Grün, Straßen und Schienen gehören auf eigene Layer — nur dann lässt sich die Darstellung an den eigenen Entwurf anpassen.
  3. Definierter Maßstab. Ohne Maßstabsbezug ist der Plan eine Grafik, keine Planungsgrundlage.

Unsere Pläne erfüllen diese drei Punkte: 294 Städte, alle als Vektor-PDF, davon 161 zusätzlich als DWG und 70 als DXF, jeweils mit getrennten Ebenen. 54 Pläne sind kostenlos.

Häufige Fragen

Kann ich einen Schwarzplan selbst erstellen?

Ja. Gebäudeumrisse aus OpenStreetMap lassen sich in QGIS laden und schwarz einfärben. Der Aufwand steckt nicht im Einfärben, sondern in der Aufbereitung: Ausschnitt festlegen, Maßstab setzen, Geometrien bereinigen, Ebenen trennen, in ein CAD-taugliches Format bringen. Schritt für Schritt beschrieben unter Schwarzplan erstellen.

In welchem Format brauche ich den Plan?

PDF für Layout, Druck und Präsentation — vektorbasiert, also verlustfrei skalierbar. DWG oder DXF, wenn der Plan in AutoCAD, ArchiCAD, Vectorworks oder Revit weiterbearbeitet werden soll.

Darf ich einen Schwarzplan in einer Veröffentlichung verwenden?

Unsere Pläne dürfen in Entwürfen, Mappen, Wettbewerbsbeiträgen und Publikationen verwendet werden. Für kommerzielle Nutzung durch Dritte gibt es eine erweiterte Lizenz. Details unter Häufige Fragen.

Woher bekomme ich einen Schwarzplan als DWG oder DXF?

Neben fertigen Plänen gibt es Generatoren, die aus OpenStreetMap-Daten einen Ausschnitt erzeugen — meist ohne festen Maßstab und ohne getrennte Ebenen. Was die einzelnen Anbieter liefern, welche Formate sie unterstützen und unter welcher Lizenz, steht im Anbieter-Vergleich für CAD-Stadtpläne.

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