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Bauantrag / Behörde

Amtlicher Lageplan für den Bauantrag

Ein amtlicher Lageplan ist der Auszug aus dem Liegenschaftskataster, den die Bauaufsicht für den Bauantrag verlangt – ausgestellt vom Katasteramt oder einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur. Was er enthalten muss, wer ihn erstellt, was er kostet – und wie du die maßstabsgetreue Karten- und Umgebungsgrundlage in Minuten als PDF, DWG oder DXF herunterlädst.

Maßstab 1:500 · PDF · DWG · DXF · Sofort-Download

Grundlagen

Zwei Lagepläne – ein Bauantrag

Amtlicher Lageplan

Die geprüfte Kartengrundlage

Auszug aus dem Liegenschaftskataster mit Grenzen, Flurstücken und Nachbarbebauung. Wird von einer/einem ÖbVI oder dem Katasteramt ausgestellt und ist rechtsverbindliche Grundlage des Bauantrags.

Qualifizierter Lageplan

Dein Vorhaben im Plan

Der Entwurfsverfasser trägt das geplante Gebäude, Maße, Abstandsflächen und Nutzungsmaße in die amtliche Grundlage ein. Hier liefern wir die maßstabsgetreue Vektor- und Umgebungsgrundlage.

Hinweis: Der amtliche Lageplan kommt vom ÖbVI. Wir liefern Karten-, Schwarzplan- und Umgebungsgrundlagen – schnell, maßstabsgetreu, als Vektordatei.

Ländervergleich

Was dein Bundesland verlangt

Es gibt keine bundesweite Regel. Jedes Land hat eine eigene Bauvorlagenverordnung, und sie unterscheiden sich in genau den Punkten, an denen ein Bauantrag scheitert: 5 der 9 geprüften Länder verlangen mindestens 1:500, 2 begnügen sich mit 1:1.000. Der Auszug darf in Nordrhein-Westfalen und Sachsen höchstens sechs Monate alt sein, in Hessen in der Regel zwei Jahre. Und in Hessen heißt das Dokument nicht einmal Lageplan.

Land Heißt dort Maßstab Auszug max. alt Fundstelle
Baden-Württemberg Lageplan 1:500 neuester Stand LBOVVO § 4

Baden-Württemberg — Wer den Lageplan aufstellt, muss darauf bestätigen, dass der zeichnerische Teil mit dem Katasterauszug übereinstimmt und vollständig ergänzt ist. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Sachverständige nach § 5 LBOVVO.

Bayern Lageplan 1:1.000 keine Angabe BauVorlV § 7

Bayern — Grundlage ist ein beglaubigter Auszug oder einer aus dem automatisierten Abrufverfahren nach dem VermKatG. Ein größerer Maßstab ist zu wählen, wenn die Beurteilung ihn erfordert. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Katasterbehörde beglaubigt den Auszug.

Berlin Lageplan keine Angabe keine Angabe BauVerfVO

Berlin — Einziges geprüftes Land mit vorgeschriebenem Zeichensatz: es gelten die Zeichen und Farben der Anlage 1, ergänzend die Planzeichenverordnung 1990. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Vermessungsstelle nach § 2 des Gesetzes über das Vermessungswesen in Berlin.

Brandenburg Amtlicher Lageplan 1:500 keine Angabe BbgBauVorlV § 7

Brandenburg — Die Verordnung führt den Begriff „Amtlicher Lageplan" ausdrücklich und zählt seinen Inhalt in zehn Nummern auf – von Maßstabsleiste und Nordrichtung bis zu Baulasten und geschützten Landschaftsbestandteilen. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Katasterbehörde oder im Land Brandenburg zugelassene ÖbVI.

Hessen Liegenschaftsplan 1:500 in der Regel nicht älter als 2 Jahre Bauvorlagenerlass, Anlage 2 Nr. 2

Hessen — Heißt nicht Lageplan. Wer in Hessen nach „Lageplan zum Bauantrag" sucht, sucht am amtlichen Begriff vorbei. 1:1.000 ist zulässig, wenn die Darstellung hinreichend klar bleibt.

Niedersachsen Einfacher oder qualifizierter Lageplan keine Angabe keine Angabe NBauO, BauVorlVO; Gebühren nach KOVerm

Niedersachsen — Der qualifizierte Lageplan geht über den einfachen hinaus: Aussage zur Verlässlichkeit und örtlichen Erkennbarkeit der Grenzen, Eigentümer der Nachbargrundstücke, Aussage zur Vollständigkeit des Gebäudebestands. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Katasterämter der Regionaldirektionen oder ÖbVI.

Nordrhein-Westfalen Lageplan, amtlicher Lageplan nur im Bedarfsfall 1:500 nicht älter als 6 Monate BauPrüfVO § 3

Nordrhein-Westfalen — Der wichtigste Unterschied im Vergleich: ein AMTLICHER Lageplan ist nicht immer nötig. Er wird verlangt, wenn die Grenzen nicht festgestellt sind, sich Grenzen und Bestand nicht in einem einheitlichen System bestimmen lassen, Grenzüberbauungen bestehen oder eine Baulast auf dem Grundstück oder einem Nachbargrundstück liegt. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Katasteramt oder ÖbVI, mit öffentlichem Glauben beglaubigt.

Rheinland-Pfalz Lageplan 1:1.000 keine Angabe BauuntPrüfVO § 2

Rheinland-Pfalz — Grundlage ist die amtliche Liegenschaftskarte oder eine daraus abgeleitete Stadtgrundkarte. Bei besonderen Grundstücks-, Gebäude- oder Grenzverhältnissen kann die Bauaufsicht verlangen, dass eine nach § 5 Katastergesetz befugte Stelle ihn anfertigt. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Erstausfertigung vom Katasteramt oder der Vermessungsdienststelle beglaubigt.

Sachsen Lageplan 1:500 nicht älter als 6 Monate DVOSächsBO

Sachsen — Einziges geprüftes Land mit vorgeschriebener Ausdehnung: der Auszug muss das Grundstück und die Nachbargrundstücke im Umkreis von mindestens 50 m zeigen, das Baugrundstück farbig hervorgehoben. Anzufertigen bzw. zu beglaubigen von: Entwurfsverfasser oder Fachplaner; ÖbVI, wenn ein Katasternachweis der Grenze nötig ist.

9 der 16 Länder stehen hier, weil ihr Verordnungstext am 07.09.2026 einzeln geprüft wurde. Die übrigen fehlen absichtlich – eine fehlende Angabe ist eine Information, eine falsche wäre ein Fehler in deinem Bauantrag. Maßgeblich ist immer die geltende Fassung und die Auskunft deiner Bauaufsichtsbehörde.

Liegenschaftskataster · Deutschland

Fertige Plangrundlagen nach Bundesland

Der amtliche Lageplan basiert auf dem Auszug aus der Liegenschaftskarte (ALKIS) – mit Flurstücksgrenzen und Flurstücksnummern. Anforderungen und Bauvorlagenverordnung unterscheiden sich je Bundesland.

Hinweis: Diese Angaben beziehen sich zunächst auf Deutschland. Für andere Länder gelten abweichende Regeln und Behörden – eine länderspezifische Anleitung folgt.

Flurstück

Flurstück und Grundstücksgrenzen nachschlagen

Für den Bauantrag brauchst du Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer. Im Flurkarten-Explorer suchst du deine Adresse und liest die Angaben direkt aus der Karte ab – kostenlos und ohne Anmeldung.

Was auf dem Grundstück zulässig ist, steht dagegen im Bebauungsplan – Art und Maß der Nutzung, Baugrenzen, Geschosszahl. Bebauungsplan für alle 16 Bundesländer finden

Checkliste

Das muss der Lageplan enthalten

01

Maßstab & Nordpfeil

In der Regel 1:500 (bei großen Grundstücken 1:1000), maßstabsgetreu und mit Nordpfeil.

02

Grundstücksgrenzen & Flurstücke

Katastermäßige Grenzen, Flurstücksnummern und die Nachbarbebauung.

03

Geplantes Vorhaben

Umrisse des Bauvorhabens mit Maßen und Abständen zu den Grundstücksgrenzen.

04

Abstandsflächen

Darstellung der Abstandsflächen nach Landesbauordnung.

05

Maße der Nutzung

GRZ / GFZ, versiegelte und begrünte Flächen, Höhenangaben.

06

Erschließung

Zufahrten, Stellplätze, Ver- und Entsorgungsleitungen.

Die genauen Anforderungen regelt die Bauvorlagenverordnung deines Bundeslandes.

Abstandsflächen: alle 16 Bundesländer im Vergleich

Beschaffung

Amtlichen Lageplan beantragen – in vier Schritten

1 · Flurstück bestimmen

Du brauchst Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer – nicht die Adresse. Beides findest du kostenlos in unserer Flurkarte, ohne Anmeldung.

2 · Zuständige Stelle finden

Zuständig ist das Katasteramt am Ort des Grundstücks oder eine öffentlich bestellte Vermessungsingenieurin bzw. ein ÖbVI. Beide dürfen ausstellen, beide rechnen nach derselben Gebührenordnung des Landes.

3 · Zweck angeben

Gib „für den Bauantrag" ausdrücklich an. Davon hängt ab, ob du den einfachen oder den qualifizierten Lageplan bekommst – und in Nordrhein-Westfalen, ob es überhaupt ein amtlicher sein muss.

4 · Bearbeitungszeit einplanen

Beim Amt dauert es erfahrungsgemäß mehrere Wochen, bei einem ÖbVI meist weniger. Rechne die Zeit ein, bevor der Entwurf beim Bauamt liegen soll.

Was er kostet

Die Gebühr ist nicht verhandelbar und beim Amt dieselbe wie beim ÖbVI: Jedes Land hat eine Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen, die für beide bindend ist – in Niedersachsen etwa die KOVerm. Sie rechnet nicht nach Aufwand, sondern nach dem Bauwert des geplanten Vorhabens und der Art des Plans.

Deshalb steht hier keine Preistabelle. Der qualifizierte Lageplan liegt regelmäßig ein Vielfaches über dem einfachen, und beide Beträge hängen an einem Bauwert, den nur du kennst. Verlässlich ist nur die Auskunft der zuständigen Stelle – die ist kostenlos und dauert einen Anruf.

Was du dafür nicht brauchst

Für den Entwurf, die Vorabstimmung mit dem Bauamt, die Wettbewerbsabgabe oder die Präsentation beim Bauherrn brauchst du keinen amtlichen Lageplan. Dafür genügt eine maßstabsgetreue Karten- und Umgebungsgrundlage – und die gibt es hier als Vektordatei zum Sofort-Download, ohne Wartezeit und ohne Gebührenordnung.

Der amtliche Lageplan kommt erst dazu, wenn der Antrag tatsächlich eingereicht wird. Die beiden schließen sich nicht aus – sie gehören in verschiedene Phasen.

So hilft SCHWARZPLAN.eu

Die Plangrundlage – sofort & maßstabsgetreu

Für Entwurf, Präsentation und Wettbewerb brauchst du eine saubere, maßstabsgetreue Karten- und Umgebungsgrundlage. Genau die liefern wir: Schwarzpläne (Figur-Grund) und Lagepläne aus amtlichen Geodaten – als Vektordatei, die du in CAD und QGIS direkt weiterverwendest.

  • Maßstabsgetreu als PDF, DWG, DXF und PNG
  • Aus amtlichen Geodaten generiert – sauber und aktuell
  • Sofort-Download statt Wochen Wartezeit
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Nächster Schritt

Plangrundlage holen

FAQ

Häufige Fragen zum Lageplan

Was ist ein Lageplan für den Bauantrag?
Der Lageplan ist eine zwingende Bauvorlage. Er zeigt das Grundstück mit Grenzen, Flurstücken, Nachbarbebauung und dem geplanten Vorhaben – maßstabsgetreu, meist im Maßstab 1:500. Man unterscheidet den amtlichen Lageplan (Kartengrundlage aus dem Liegenschaftskataster) und den darauf aufbauenden qualifizierten bzw. objektbezogenen Lageplan, in den der Entwurfsverfasser das Vorhaben einträgt.
Amtlicher oder qualifizierter Lageplan – was brauche ich?
Für den Bauantrag brauchst du in der Regel beides: den amtlichen Lageplan als geprüfte Grundlage und den qualifizierten Lageplan, der das Vorhaben, Maße und Abstandsflächen darstellt. Was genau gefordert ist, regelt die Bauvorlagenverordnung deines Bundeslandes.
Wer darf einen Lageplan für den Bauantrag erstellen?
Den amtlichen Lageplan erstellt eine Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurin oder ein Vermessungsingenieur (ÖbVI) bzw. das Katasteramt. Den qualifizierten Lageplan zeichnet der bauvorlageberechtigte Entwurfsverfasser (Architekt:in) auf dieser Grundlage. SCHWARZPLAN.eu liefert die maßstabsgetreue Karten- und Umgebungsgrundlage dafür – nicht den amtlichen Lageplan selbst.
Welchen Maßstab muss der Lageplan haben?
Üblich ist 1:500. Bei sehr großen Grundstücken sind 1:1000 zulässig. Entscheidend ist, dass der Plan maßstabsgetreu ist – deshalb liefern wir alle Pläne als Vektordaten (PDF, DWG, DXF), die du verlustfrei skalieren und in CAD weiterverarbeiten kannst.
Was kostet ein Lageplan?
Der amtliche Lageplan vom ÖbVI kostet je nach Bundesland und Grundstück meist mehrere hundert Euro. Die Karten- und Umgebungsgrundlagen von SCHWARZPLAN.eu gibt es dagegen als sofortigen Download zum Festpreis – viele Outlines und Geodaten sind sogar kostenlos.
Was steht im Nachbarschaftsverzeichnis?
Der schriftliche Teil des amtlichen Lageplans führt die im Grundbuch geführte Bezeichnung des Baugrundstücks und der benachbarten Grundstücke auf, dazu bestehende Baulasten und Dienstbarkeiten. In Niedersachsen nennt der qualifizierte Lageplan zusätzlich die Eigentümer der Nachbargrundstücke – das ist die Grundlage für die Nachbarbeteiligung im Genehmigungsverfahren.
Welche Zeichen und Symbole gelten im Lageplan?
Das regeln die Länder unterschiedlich. Berlin ist das einzige der neun geprüften Länder mit einem ausdrücklich vorgeschriebenen Zeichensatz: dort sind die Zeichen und Farben der Anlage 1 zur BauVerfVO zu verwenden, ergänzend gilt die Planzeichenverordnung 1990 entsprechend. In Sachsen ist das Baugrundstück farbig hervorzuheben. Wo die Verordnung schweigt, gilt die Zeichenerklärung, die dem Plan beiliegt – ein amtlicher Lageplan enthält sie immer.
Wie sieht ein amtlicher Lageplan aus?
Er besteht aus einem zeichnerischen und einem schriftlichen Teil. Der zeichnerische zeigt maßstabsgetreu die Katastergrenzen des Grundstücks und der Nachbargrundstücke, den vorhandenen Gebäudebestand, die angrenzenden öffentlichen Verkehrsflächen und – im objektbezogenen Teil – das geplante Vorhaben mit Maßen und Abstandsflächen. Dazu gehören Maßstabsleiste und Nordpfeil. Der schriftliche Teil enthält die Grundstücksbezeichnungen, Baulasten und je nach Land Aussagen zur Verlässlichkeit der Grenzen.
Wo bekomme ich einen amtlichen Lageplan – geht das online?
Ausstellen dürfen ihn nur das Katasteramt am Ort des Grundstücks und öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure. Bestellen kannst du bei beiden meist telefonisch, per E-Mail oder über ein Online-Formular des Landes; ausgeliefert wird er beglaubigt. Vollständig online und sofort gibt es ihn nirgends – wer das verspricht, verkauft etwas anderes. Was du sofort bekommst, ist die maßstabsgetreue Kartengrundlage für den Entwurf.
Kann ich einen Lageplan online erstellen?
Die Grundlage ja: Umgebungsplan, Schwarzplan und maßstabsgetreue Vektorkarten kannst du hier direkt online herunterladen und in QGIS oder CAD weiterbearbeiten. Den rechtsverbindlichen amtlichen Lageplan für die Baugenehmigung stellt jedoch immer ein ÖbVI aus.

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